PROJEKTE 2009

 
    Diasporagabe in der zweiten Jahreshälfte 2009  

Kirchenzentrum
der Evang. Kirche A.B.
in Slowenien

Slowenien.pdf

 

An der Bundesversammlung des MLB in Erlangen am 7. Nov. 2008 stellte der Bischof der Evangelischen (lutherischen) Kirche A.B. in Slowenien, Geza Ernisıa, ein Projekt vor, das vom MLB-Vorstand (Bundesrat) als Jahres-Diasporagabe für 2009 empfohlen worden war:
Unterstützung der Renovierung und Umgestaltung eines Zentrums der Evang. Kirche A.B. Sloweniens in Murska Sobota, dem derzeitigen Bischofssitz.
Der MLB (Zentrale Erlangen) will sich an den Gesamtkosten (€ 120.000.-) mit € 30.000.- beteiligen.
Das 1965 errichtete, mittlerweile verwohnte und völlig unzweckmässige Gebäude (Plattenbau) soll zu einem Kirchenzentrum ausgebaut werden, das modernsten Ansprüchen für eine qualitätsvolle Arbeit in allen Bereichen des Gemeinde- und kirchlichen Lebens gerecht wird. In Murska Sobota, der Hauptstadt der Provinz „Prekmurje“, gibt es mehrere Schulen, auch Gymnasien sowie Universitäts-Institute. Die Kirche will mit dem Kirchenzentrum die an diesen Einrichtungen lernende Jugend für die lutherische Kirche interessieren.
• Hier erhalten wöchentlich 100 Kinder und auch Erwachsene Religionsunterricht (in der Schule ist solcher nicht erlaubt).
• Nach dem Umbau sollen hier Weiterbildungsveranstaltungen der Kirche stattfinden.
• Hier finden alle Sitzungen der Kirchensynode und andere repräsentative Veranstaltungen der Kirche statt.
• Das Gebäude hat für die Jugendarbeit der Kirche hohe Priorität.
• Ein Kindergarten befindet sich in Planung.
Die Kosten, die auf die dortige Kirche zukommen, überschreiten deren Möglichkeiten.
Anstehende Arbeiten
Modernisierung der Heizung, der Elektrik und der Sanitäranlagen, ersetzen des Asbestdaches.

Der MLB CH+FL hat beschlossen, bei der Ausstattung der Bibliothek des Kirchenzentrums mit einer Computeranlage mit Internet-Anschluss und gegebenenfalls mit Bücherregalen zu helfen.

Die Evang. Kirche A.B. Sloweniens zählt ca. 19.000 Glieder (mit 13 Gemeinden) unter 2 Mio.Einwohnern (= 0,9% Lutheraner). Im 16. Jh. war das habsburgische Slowenien („Oberkrain“) kurzzeitig weitgehend lutherisch (2008 gedachte man des 500. Geburtstages des slowenischen Reformators Primus Truber). Im Zuge der Gegenreformation wurde Slowenien wieder katholisiert. Slowenien gehört zu jenen wenigen Ländern, in denen die kommunistische Vergangenheit – zumal im anti-religiösen Denken – noch stark nachwirkt. In dem einst katholischen Land sind heute nur noch 58% römisch-katholisch, aber 35% bekennende Atheisten und Konfessionslose.

 



 
   

Projekt des Martin-Luther-Bund CH+FL
für die erste Hälfte 2009

 

Schule „Talitha Kumi“
( „Mädchen, steh’ auf!“)
im Westjordanland/Palästina

Talitha_Kumi.pdf

 

Dieses Projekt wurde dem MLB von Pfr. Vogel, Basel, empfohlen und von der MLB-Jahresversammlung unter anderen Projekten ausgewählt.
Dem MLB ging es dabei darum, dem Wunsch des BELK zu entsprechen, dass die Projekte des MLB CH+FL nicht nur von der MLB-Zentrale in Deutschland vorgegeben werden sollten, sondern im gleichen Masse auch vom BELK mitbestimmt werden können.

Die Trägerschaft von „Talitha Kumi“ sind die „Ev.-Luth. Kirche im Hl. Land und Jordanien“ sowie die „Ev. Kirche von Berlin, Brandenburg und Pommern“.
Das technische und administrative Management liegt bei der Berliner Mission (früher: Jerusalemsverein)
Ansprechpartnerin bei der Berliner Mission ist Frau Pfrn. Dr. Nothnagle, die dort für die Schule „Talitha Kumi“ zuständig ist.

Die Institution wurde 1851 als Mädchenschule durch das Diakoniewerk Kaiserswerth gegründet.
Heute werden ca. 800 Schülerinnen und Schüler (Überzahl: Mädchen) unterrichtet.
Davon sind

49% arabisch-orthodox (griechisches Patriarchat Jerusalem)
36% Muslime
15% evangelisch (darunter: 6% lutherisch)

Die Aufgabe der Schule
Der Jugend in Palästina sind Bildungschancen zu bieten, die christlichen Minderheiten, wie den arabischen Orthodoxen in Palästina, vorenthalten werden. Dazu gehört, dass das Schuldgeld je nach Einkommen gestaffelt und bei den zahllosen Bedürftigen durch Schulstipendien aus dem Ausland sichergestellt wird.

Das Ziel der Schule
Das Zusammenleben von christlichen und muslimischen Schülern im Lernen ist einzuüben (hat sich bereits bestens bewährt).
Das christliche Profil in Palästina, das lediglich von Minderheiten vertreten wird, soll geschärft und gestärkt werden.
Die vom MLB CH+FL gesammelte Summe soll
a) der Mädchenförderung dienen
b) dem behindertengerechten Ausbau von Treppen, Gängen, Toilettenanlagen und Schulzimmern zur Verfügung stehen.